Holzkohle

Die Korporation Zug besitzt 1’036 Hektaren Wald mit einem hohen Laubholzanteil, welches sich gut für die Kohleproduktion eignet. Es ist der Korporation Zug ein Anliegen, dass ihr Holz möglichst regional verarbeitet wird. Aus der nachhaltigen Nutzung der eigenen Wälder fallen jährlich ca. 8’000 Festmeter Rundholz an. Aufgrund der steigenden Qualitätsansprüche beim Sägerundholz muss ein immer grösser werdender Teil einer industriellen oder energetischen Nutzung zugeführt werden. Für dieses Holz sind Lösungen gefragt. Eine Alternative sieht die Korporation Zug in der Produktion der Grill-Kohle.

Beim Grillieren mit Schweizer Holz-Kohle unterstützen Sie die Pflege und Verjüngung unserer Wälder und schützen die Umwelt dank kurzen Transportwegen und Wälder im Ausland vor Raubbau. Wir sind auf eine breite Unterstützung des Projektes angewiesen. Nur wenn wir genügen Grill-Kohle verkaufen, können wir das Projekt erfolgreich umsetzen.

Aufgrund der steigenden Qualitätsansprüche beim Sägerundholz muss ein immer grösser werdender Teil einer industriellen oder energetischen Nutzung zugeführt werden. Für dieses Holz sind Lösungen gefragt. Eine Alternative sieht die Korporation Zug in der Produktion der Grill-Kohle.

«Die Korporation Zug verfolgt das Ziel eine nachhaltig produzierte Schweizer Bio Grill-Kohle auf den Markt zu bringen. Mit einem Pilotprojekt wollen wir aufzeigen, wie in der Schweiz dezentral eine einfache Produktion inklusive Nutzung der Prozesswärme unter Einhaltung der gängigen Vorschriften aufgebaut werden kann.»

Zahlen und Fakten

In der Schweiz werden jährlich ca.13’000 Tonnen Grill-Kohle vermarktet (Zahlen gemäss WWF Schweiz 04.09.2018). Nur 1 % dieser Holz-Kohle stammen aus der traditionellen Produktion mit Kohlenmeilern. Die übrigen 99% werden allesamt aus dem Ausland importiert und legen teilweise grosse Transportdistanzen zurück. Wie der Kassensturz in Zusammenarbeit mit dem WWF mehrfach aufgedeckt hat ist ein beachtlicher Teil dieser Grill-Kohle falsch deklariert. Es konnten gar Holzarten aus wertvollen Tropenwäldern und illegalen Nutzungen nachgewiesen werden.

Herstellung der Grill-Kohle

Die Grill-Kohle soll in einer Retorte mittels Thermolyse hergestellt werden. Der Prozess wird mit einem kleinen Holzfeuer gestartet und läuft nach überschreiten eines gewissen Temperaturpunktes autonom ab. Die Prozesswärme soll ins Fernwärmenetz auf dem Zugerberg eingespeist und zur Raumheizung und Warmwasseraufbereitung verwendet werden.

Höchste Ansprüche

Läuft alles plangemäss wird eine Bio Grill-Kohle im Premiumsegment hergestellt. Diese erfüllt höchste Ansprüche und soll die Hürde der Zertifizierung in den Foodbereich schaffen. Einige Eckdaten: Kohlenstoffgehalt grösser 94%; sehr kurze Anzündzeit; absolut trocken; keine Rauchentwicklung; grosse anhaltende Hitze.

Wir planen mit der Produktion im Herbst 2021 starten zu können.

Wir können Ihnen bereits jetzt Schweizer Grillkohle von einem Partnerbetrieb anbieten. Ab 2022 sollte unsere eigene Kohle auf dem Markt erhältlich sein.